UNTERSTÜTZUNG PROJEKT SIMBABWE
2026-35-CHE-SDG 2 / Verein Lernen für alle
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Simbabwe / Matabeleland North (Distrikte Nkayi und Binga)
Simbabwe liegt im südlichen Afrika und zählt rund 17 Millionen Einwohner. Der Staat grenzt an Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik. Die grösste Stadt und das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist die Hauptstadt Harare. Das Land ist seit Jahren von wiederkehrenden Dürren und wirtschaftlichen Herausforderungen betroffen. Besonders in ländlichen Regionen leben viele Familien mit Armut und Ernährungsunsicherheit.
Die Distrikte Nkayi und Binga in der Provinz Matabeleland North gehören zu den besonders benachteiligten Regionen Simbabwes. Die anhaltenden Trockenperioden erschweren die Landwirtschaft und führen regelmässig zu Ernteausfällen.
Lernen für alle ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Basel. Seit 2016 unterstützt die Organisation Schulen in ländlichen Regionen Simbabwes dabei, ihre Bildungsqualität und Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen entwickelt sie praxisnahe Lösungen, die Schulen befähigen, Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen.
Der Verein unterstützt fünf Schulen dabei, den Anteil erfolgreicher Schulabschlüsse zu erhöhen und die Jugendlichen auf den informellen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Fachleute unterstützen Lehrpersonen dabei den Unterricht für etwa 1’200 Mädchen und Buben laufend zu verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist das Programm Perma Clubs. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium sowie Fachpersonen aus Landwirtschaft und Bildung werden nachhaltige Schulgärten aufgebaut und weiterentwickelt. Schülerinnen und Schüler lernen dabei, Lebensmittel umweltschonend anzubauen, natürliche Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen und Erträge gemeinsam zu bewirtschaften.
Das Projekt Perma Clubs richtet sich an Jugendliche in den Distrikten Nkayi und Binga. Viele wachsen unter schwierigen Bedingungen auf. Wiederkehrende Dürren, Ernährungsunsicherheit und fehlende finanzielle Mittel erschweren den Schulalltag. Einige Kinder leben während der Schulzeit in einfachen Unterkünften der Schulen oder legen täglich lange Schulwege zurück. Viele Schüler/innen besuchen den Unterricht ohne ausreichende Verpflegung. Dies beeinträchtigt ihre Gesundheit, ihre Konzentration und ihre Lernmöglichkeiten.
Ein Pilotprojekt an drei Schulen zeigte, dass sich die Ernährungssituation verbessern und gleichzeitig praktische Fähigkeiten vermitteln lassen. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen soll das Projekt nun auf weitere Schulen auf neun ländliche Sekundarschulen mit 5‘000 Jugendlichen ausgeweitet werden. Auch Lehrpersonen, Schulleitungen und lokale Fachpersonen werden in das Projekt einbezogen. Gemeinsam begleiten sie den Aufbau und die Weiterentwicklung der Schulgärten und tragen dazu bei, dass das erworbene Wissen dauerhaft an den Schulen verankert wird.
Projekt: Perma Clubs – nachhaltige Schulgärten
Mit dem Projekt Perma Clubs werden an den Sekundarschulen nachhaltige Schulgärten aufgebaut und weiterentwickelt. Die Schulgärten schaffen einen direkten Nutzen für die Schulen. Die angebauten Lebensmittel ergänzen die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler und verbessern ihre Ernährung. Gleichzeitig erwerben die Jugendlichen praktische Kenntnisse in nachhaltiger Landwirtschaft, die sie auch zu Hause anwenden können. Dadurch profitieren langfristig auch ihre Familien und Dorfgemeinschaften.
Im Rahmen von praktischen Workshops erwerben die jungen Erwachsenen Kenntnisse im nachhaltigen Gemüseanbau, in der Bodenpflege und im verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Ergänzend werden Lehrpersonen durch Fachpersonen begleitet und die Schulen beim Ausbau ihrer Garteninfrastruktur unterstützt. Je nach Bedarf gehören dazu unter anderem Bewässerungssysteme, Zäune oder Gartengeräte.
Überschüssige Produkte können auf lokalen Märkten verkauft werden. Die Einnahmen fliessen in die Weiterführung der Schulgärten sowie in die Unterstützung besonders benachteiligter Lernender. Mit der Ausweitung des Projekts sollen weitere Schulen befähigt werden, ihre Gärten langfristig selbstständig zu bewirtschaften und damit einen Beitrag zur Ernährungssicherheit, zur nachhaltigen Landwirtschaft und zur Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Schulgemeinschaft zu leisten.
Website
Verein Lernen für alle