UNTERSTÜTZUNG PROJEKT GUINEA
2026-105-GIN-SDG 4 / Association Solidarité Suisse-Guinée
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Guinea, Labé
Guinea ist ein Staat in Westafrika, der an Guinea-Bissau, Senegal, Mali, die Elfenbeinküste, Liberia, Sierra Leone und den Atlantik grenzt. Das Land lässt sich in vier Landschaftsräume einteilen: die Küstenregion Niederguineas, das bergige Mittelguinea, das bis 1537 Meter hinaufreicht, das flachere Oberguinea und das hügelige Waldguinea. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 16 Millionen. Die Bevölkerung setzt sich aus rund zwei Dutzend Ethnien zusammen.
Guineas Wirtschaft ist von extremen Gegensätzen geprägt: Das Land besitzt riesige Rohstoffvorkommen, gehört jedoch aufgrund struktureller Probleme nach wie vor zu den ärmeren Staaten Westafrikas. Obwohl der Bergbau das meiste Geld einbringt, arbeitet die Mehrheit der Bevölkerung im Agrarsektor.
Die Hauptstadt Conakry ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum. Im erweiterten Ballungsraum leben rund 2,5 Millionen Menschen.
Labé ist eine kleine Stadt im bergigen Mittelguinea. Unweit des Ortes entspringt der Fluss Gambia, der nach Norden und Westen fliesst und in den Atlantik mündet. Handwerk (Weberei, Schuhmacherei), Handel und Landwirtschaft (Honig) prägen das Wirtschaftsleben.
Die Association Solidarité Suisse-Guinée ist eine 2011 gegründete, gemeinnützige Organisation mit Sitz in Genf, die seit vielen Jahren in Guinea tätig ist. Ihr Engagement konzentriert sich insbesondere auf die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Zu den zentralen Arbeitsbereichen gehören die Berufsbildung und wirtschaftliche Integration, die Förderung und Stärkung von Frauen, der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, Agroökologie, Zugang zu Trinkwasser sowie die lokale und gemeinschaftliche Entwicklung.
Das Centre de Formation et d'Apprentissage aux Métiers (CFAM) in Labé wurde 2012 gegründet und seither kontinuierlich erweitert. Bis Ende 2025 wurden in sechs Ausbildungsbereichen knapp 800 junge Menschen ausgebildet. Allein im Jahr 2025 wurden 52 junge Frauen in einem integrierten Ausbildungsprogramm begleitet.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere Mädchen und Frauen, darunter auch Personen aus besonders vulnerablen Verhältnissen. Ziel ist es, ihnen praktische berufliche Kompetenzen zu vermitteln und dadurch ihre Chancen auf ein selbstständiges Einkommen und eine dauerhafte soziale und wirtschaftliche Integration zu verbessern.
Das Ausbildungsangebot orientiert sich an den lokalen Bedürfnissen und an Tätigkeiten, die den Absolventinnen realistische Möglichkeiten zur Einkommenserzielung eröffnen. Zu den wichtigsten Bereichen gehören: Schneiderei und Stickerei, Informatik und digitale Kompetenzen, funktionale Alphabetisierung sowie praktische und unternehmerische Kompetenzen.
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Solidarité Suisse-Guinée